Fliesen bestehen aus keramischen Materialien und sind generell sehr gute Wärmeleiter. Anders als bei einem dicken Teppichboden stellen sie auf Fußbodenheizungen kaum einen Widerstand dar. Das heißt, die Wärme der Heizflächen kann den Raum vergleichsweise schnell und effizient aufheizen. Das funktioniert auch dann, wenn die alten Fliesen auf der Fußbodenheizung durch eine neue Schicht überfliest werden. Die Änderungen des Heizverhaltens sollten dabei kaum spürbar sein. Neben der Verwendung geeigneter Kleber – diese müssen die Dehnungen durch Temperaturwechsel ausgleichen können – sollten Sie dabei unbedingt an die Aufbauhöhe denken. Denn durch die neuen Fliesen über der Fußbodenheizung nimmt diese zu.
Eine zweite Möglichkeit, die Fliesen auf der Fußbodenheizung zu erneuern, bietet der Austausch des alten Belags, bei dem die bestehenden Bodenfliesen zunächst entfernt werden. Wichtig dabei ist, dass der Estrich über den Heizschlangen mindestens zwei bis drei Zentimeter stark ist und die Fliesen besonders vorsichtig entfernt werden. Bevor die Verlegung der neuen Beläge beginnen kann, muss der Estrich meist verspachtelt oder geschliffen werden. Auch hier kommt es bei neuen Fliesen darauf an, einen flexiblen Kleber zu verwenden. Im Vergleich zum Überfliesen entsteht so zwar ein höherer Aufwand, dafür kann die Aufbauhöhe – abhängig vom neuen Belag - auf dem alten Niveau bleiben und die Fußbodenheizung wird in keiner Form beeinträchtigt.